ausstellungen

Sandra Boeschenstein

Besuche von Rändern im Zentrum

17. April bis 25. Juli 2021

Für die Schweizer Künstlerin Sandra Boeschenstein ist die Unmittelbarkeit der Zeichnung das Entscheidend. Das Zeichnen ermöglicht ihr eine nachdrückliche Arbeit an Erkenntnisfragen – die immer wieder neue Untersuchung jenes Momentes, in dem Wahrnehmung und Denken ineinander übergehen.

In der Ausstellung Sandra Boeschenstein. Besuche von Rändern im Zentrum zeigt die in Zürich lebende Künstlerin neueste Arbeiten, die während ihres Fellowships am renommierten Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst zwischen November 2020 und April 2021 entstanden sind. Darüber hinaus hat Sandra Boeschenstein direkt an den Wänden der Galerie gezeichnet, Fäden gespannt und zarte Installationen aufgebaut, mit denen sie den architektonischen Raum selbst in alle Richtungen und vor allem gedanklich erweitert. Sie verwendet Zitronen, Gläser, perspektivische Brüche und immer wieder den Künstlerinnenkörper selbst, um einen Moment zu erfassen, in dem eine manuelle Tätigkeit neue Bilder und Vorstellungen, mitunter neue Erkenntnisse auslöst.

Die Ausstellung und die geplante Publikation werden finanziell vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, vom Freundeskreis Haus Coburg und von der EWE Stiftung unterstützt.

 
 
Sandra Boeschenstein, 2020
Sandra Boeschenstein, ohne Titel, aus dem Zyklus: SONNE UND NICHT SONNE, 2020. Bleistift, Ölkreide und Tusche auf Papier. Foto: Eric Tschernow

Remise

Kolja Burmester

SERVICE

17. April bis 25. Juli 2021

Der Ausstellungsort wird zum Produktionsort und die Ausstellung wird zum sichtbargemachten Arbeitsprozess: Der Bremer Künstler Kolja Burmester schlägt in der Städtischen Galerie Delmenhorst sein Zelt auf. Mit diesem mobilen Raum macht er die Ausstellung Kolja Burmester. Service zu seinem temporären Atelier. Hier arbeitet er in den kommenden Wochen in der Tradition eines Stadtzeichners und füllt nach und nach die Wände der Remise mit seinen Werken.

Der Service, den Kolja Burmester im Ausstellungstitel ankündigt, besteht in Porträtsitzungen: Für 30 Minuten Arbeitszeit bekommt der Künstler zehn Euro und fertigt in dieser Zeit ein kleinformatiges Porträt an. Die Buntstiftzeichnung ergänzt er durch einen poetisch prägnanten Satz, der die konkret erlebte Situation beschreibt. Es geht also nicht nur um ein Bild, sondern zugleich um die Beobachtung der gemeinsam verbrachten Zeit in der Remise der Galerie.

Mit jeder Porträtsitzung wächst die Ausstellung und die Besucherinnen und Besucher können an dieser Realisierung teilhaben. Solange die Galerie Corona-bedingt geschlossen bleiben muss, arbeitet der Künstler jeden Tag in der Ausstellung. Die Begegnungen verlegt er in den digitalen Raum. Telefonisch können Termine vereinbart werden, um online Porträt zu sitzen. Im Laufe der Ausstellung entsteht ein Künstlerbuch.

Ausstellung und Publikation werden finanziell vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, von der Oldenburgischen Landschaft, der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland und der Volksbank Delmenhorst Schierbrok unterstützt.

Kolja Burmester, o.T., Scherenschnitt, 2021. Foto: Kolja Burmester
Kolja Burmester, 2020. Foto: Franziska von den Driesch
Kolja Burmester, 2020. Foto: Kolja Burmester

Vorschau

Bicycle

Das Rad neu erfinden

14. August bis 10. Oktober 2021

Archiv

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