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Antje Schiffers. Im Widerstand, Im Aufbau, in der städtischen Kantine                                                               

9. April – 19. Juni 202

Antje Schiffers hat sich für ihre Einzelausstellung im Haus Coburg eine herausfordernde Aufgabe gestellt. Angeleitet von der Frage, welche Rolle die Kultur in urbanen Kontexten spielt, hat sie die Partnerstädte von Delmenhorst bereist, um als diplomatische Vertreterin und Korrespondentin der Städtischen Galerie vor Ort zu recherchieren. Ihre Fahrten führten sie nach Lublin (Polen), Kolding (Dänemark), Allonnes (Frankreich), Eberswalde (Land Brandenburg) und Borisoglebsk (Russische Föderation). In allen Städten sammelte Antje Schiffers Mitbringsel, seien es Textilien oder Figuren, Interviews, Videos, Fotografien oder ihre Notizen. Aus diesen zusammengetragenen Versatzstücken generiert sie die Ausstellung in Delmenhorst. Sie erzählt aus einer persönlichen Perspektive, fokussiert mitunter Details und Nebensächliches, das durch ihre Augen Gewicht erhält. In den Räumen von Haus Coburg ist für jede Partnerstadt eine eigene Präsentationsfläche entstanden, an denen Antje Schiffers gemeinsam mit dem Leipziger Architekten Christian Göthner (lfm2) gearbeitet hat. Gebaut wurden diese Displays vom Baubetrieb der Stadt Delmenhorst und der Firma Sandkuhl, bevor Antje Schiffers mit Texten, Objekten und Wandzeichnungen die Räume bespielte.

 

Antje Schiffers, Lublin Graffiti, 2021
Antje Schiffers, Uni Kolding, 2021

Vergangen

Ausstellungstitel Plott
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Helene Appel. Representation

of matter. painting
Noemi Pradella-Kleibrink. Saskia Siebe. Jakob Zimmermann.

5. Februar – 20. März

Mit Helene Appel zeigt die Städtische Galerie eine außergewöhnliche Künstlerin, die in ihrer Malerei Alltagsobjekte, Nahrungsmittel und Naturfragmente in ihrer Lebensgröße und fotorealistisch darstellt. Sie realisiert diese Motive mit individuell angepassten Malweisen. Ein Stück Fleisch beispielsweise repräsentiert sie mit der Technik der Enkaustik, bei der in Wachs erhitzte Farben auf die Leinwand aufgetragen werden. Einer Pfütze dagegen nähert sich Helene Appel mit Aquarellfarben. So übersetzt sie Materialeigenheiten der Sujets in ihre Gemälde und betont damit eine Realpräsenz in der Abbildung. Um die Reflexion darüber, was Malerei ausmacht, weiterzuführen, hat Helene Appel drei Studierende aus der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig eingeladen, ihre Werke in der Remise der Galerie zu zeigen. In der parallel laufenden Ausstellung of matter. painting stellen Noemi Pradella-Kleibrink, Saskia Siebe und Jakob Zimmermann ihre ins Skulpturale und Räumliche erweiterte Malerei vor.
Die Ausstellung von Helene Appel im Haus Coburg ist die erste Station einer Tour. Sie wird u.a. im Museum Touchstones Rochdale (England) gezeigt. Es entsteht ein gemeinsamer, mehrsprachiger Katalog, der im Hatje Cantz Verlag erscheinen wird.

 

Ausstellungsansicht Helene Appel. Representation in Haus Coburg, 2022
Ausstellungsansicht of matter. painting in Haus Coburg, 2022. Noemi Pradella-Kleibrink, aus der Reihe Žuljana, 2021/22
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60 Jahre Kunst im Haus Coburg

20. November 2021 – 16. Januar 2022

„Unsere Stadt hat ihr Herz entdeckt“, so kommentiert Berthold von Seebach, Kulturdezernent der Stadt Delmenhorst, das Haus Coburg als neuen Ausstellungsort.

Vorangegangen war ein großes Eröffnungsfest am 4. November 1961: Dr. Herrmann Coburg öffnete zum ersten Mal die Türen der „galerie pro arte“. Für diese Galerie hatte er die gesamte erste Etage seines Wohnsitzes freiräumen und umbauen lassen, und hier zeigte er in den nächsten zehn Jahren 70 professionelle Ausstellungen vor allem abstrakter, zeitgenössischer Kunst. 1971, Delmenhorst feierte gerade 600 Jahre Stadtrecht, beendetet Hermann Coburg sein privates Engagement. Aber er hatte die Initialzündung geliefert für die Städtische Galerie Delmenhorst, die 1974 im Haus Coburg eröffnete. Der 60. Jahrestag der ersten Galeriegründung ist nun Anlass, die Geschichte des Hauses Revue passieren zu lassen. Ausgehend von den kulturellen Anfängen in der „galerie pro arte“, zeigt die Ausstellung die Entwicklung des Hauses Coburg zur ersten Adresse in Delmenhorst, wenn es um Ausstellungen zeitgenössischer Kunst mit überregionaler Strahlkraft geht.

 

Fritz Stuckenberg, Selbstbildnis, um 1909, Sammlung Haus Coburg

Virtueller Rundgang "60 Jahre Kunst im Haus Coburg"

Folgen Sie im virtuellen 3D-Modell einem animierten Rundgang durch die aktuelle Ausstellung „60 Jahre Kunst im Haus Coburg“, oder erkunden Sie das architektonische Ensemble und den Garten der ehemaligen Arztvilla.  Durch Anklicken und Ziehen der gewünschten Position und Richtung können Sie sich frei in den Räumen bewegen. Weiterführende Texte und zusätzliche Informationen zu der Geschichte des Hauses und der Ausstellung verbergen sich hinter den weißen Markierungen. Mit Klick auf die Symbole unten links können Sie die Ansicht wechseln. Oben rechts wechseln Sie per Klick zum Vollbild-Modus.

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Ausstellungsansicht  fahrradkörper, 2021, Haus Coburg. Städtische Galerie Delmenhorst, Foto: Jens Weyers

Die Sonderausstellung fahrradkörper widmet sich dem Zweirad als Objekt und Motiv in der zeitgenössischen Kunst. Als Fortbewegungsmittel im Alltag ein unkompliziertes Gefährt, kann das Fahrrad in der Kunst in ungeahnten Zusammenhängen auftauchen. Es schwankt dabei zwischen skurriler Dysfunktionalität und emotionalem Transmitter. 

1913 sorgte eine Fahrradfelge für einen Affront in der Diskussion um den gängigen Kunstbegriff. Marcel Duchamp montierte sie samt Fahrradgabel auf einen weiß lackierten Hocker und brach mit allen Kunstkonventionen. Vorgefundene, industriell erzeugte Gegenstände aus ihrer alltäglichen Verwendung zu lösen und als Skulptur zu betrachten, ist bis heute eine reizvolle künstlerische Praxis. 

Das Velo ist jedoch nicht nur eine optisch attraktive Figur, es ist ein Apparat, der den menschlichen Körper erweitert und im öffentlichen Raum exponiert. In vielerlei Hinsicht ist das Fahrrad ein soziales Objekt und das Fahrradfahren eine Kulturpraxis. In der Gruppenausstellung fahrradkörper am Haus Coburg setzen sich Künstler*innen multimedial mit dem ästhetischen und kinetischen Potential des Zweirads auseinander. In 
Videoarbeiten, Installationen, Fotografien oder Zeichnungen wird das Vehikel als künstlerisches und
politisches Instrument untersucht. 
Die Ausstellung ist eine Einladung, ein vertrautes Fortbewegungsmittel neu zu entdecken.

Mit Werken von:
Julia Baier, Thorsten Brinkmann, Frederik Foert, Rainer Ganahl, Klara Lidén, Olaf Metzel, David Moises,
Janis E. Müller, Kirsten Pieroth, Felix Rombach, Roman Signer, Mirjam Thomann, Julian Wasser, Ina Weber, Elizabeth Wurst, Wolfgang Zach

fahrradkörper ist die erste von drei Ausstellungen, die sich dem vielstimmigen Auftauchen des Velos in der Kunst widmet. Die Städtischen Galerie Bremen und die Kunsthalle Wilhelmshaven werden dieses Programm im kommenden Jahr fortsetzen.

Die Ausstellung wird von der Stiftung Niedersachsen, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie der Delmenhorster Firma Wehrhahn und „rund ums rad“ Delmenhorst großzügig unterstützt.

Felix Rombach, Junger Mann zum Mitreisen gesucht, 2010. Kinetische Skulptur, Videostill. © the artist
Elizabeth Wurst, Ride or Die, 2021. Filmstill. © the artist
Klara Lidén, Bodies of Society, 2006, Filmstill © Klara Lidén

Sandra Boeschenstein

Besuche von Rändern im Zentrum

17. April bis 25. Juli 2021

Für die Schweizer Künstlerin Sandra Boeschenstein ist die Unmittelbarkeit der Zeichnung das Entscheidend. Das Zeichnen ermöglicht ihr eine nachdrückliche Arbeit an Erkenntnisfragen – die immer wieder neue Untersuchung jenes Momentes, in dem Wahrnehmung und Denken ineinander übergehen.

In der Ausstellung Sandra Boeschenstein. Besuche von Rändern im Zentrum zeigt die in Zürich lebende Künstlerin neueste Arbeiten, die während ihres Fellowships am renommierten Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst zwischen November 2020 und April 2021 entstanden sind. Darüber hinaus hat Sandra Boeschenstein direkt an den Wänden der Galerie gezeichnet, Fäden gespannt und zarte Installationen aufgebaut, mit denen sie den architektonischen Raum selbst in alle Richtungen und vor allem gedanklich erweitert. Sie verwendet Zitronen, Gläser, perspektivische Brüche und immer wieder den Künstlerinnenkörper selbst, um einen Moment zu erfassen, in dem eine manuelle Tätigkeit neue Bilder und Vorstellungen, mitunter neue Erkenntnisse auslöst.

Die Ausstellung und die geplante Publikation werden finanziell vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, vom Freundeskreis Haus Coburg und von der EWE Stiftung unterstützt.

 

RÜCKKEHR VON RÄNDERN IM ZENTRUM. Ein Hörstück

 

Wiebke Rolfs und Tobias Beleke vagabundieren erneut akustisch durch die aktuelle Ausstellung: Angelehnt an Sandras Boeschensteins Zeichnungen und Installationen sind so Geräusche und rhythmische Collagen entstanden.

Ein experimentelles Kunstvermittlungsangebot von Copartikel – der jungen Kunstvermittlungsintiaitve der Städtischen Galerie Delmenhorst

Sandra Boeschenstein, 2020
Sandra Boeschenstein, ohne Titel, aus dem Zyklus: SONNE UND NICHT SONNE, 2020. Bleistift, Ölkreide und Tusche auf Papier. Foto: Eric Tschernow

Kolja Burmester

SERVICE

17. April bis 25. Juli 2021

Der Ausstellungsort wird zum Produktionsort und die Ausstellung wird zum sichtbargemachten Arbeitsprozess: Der Bremer Künstler Kolja Burmester schlägt in der Städtischen Galerie Delmenhorst sein Zelt auf. Mit diesem mobilen Raum macht er die Ausstellung Kolja Burmester. Service zu seinem temporären Atelier. Hier arbeitet er in den kommenden Wochen in der Tradition eines Stadtzeichners und füllt nach und nach die Wände der Remise mit seinen Werken.

Der Service, den Kolja Burmester im Ausstellungstitel ankündigt, besteht in Porträtsitzungen: Für 30 Minuten Arbeitszeit bekommt der Künstler zehn Euro und fertigt in dieser Zeit ein kleinformatiges Porträt an. Die Buntstiftzeichnung ergänzt er durch einen poetisch prägnanten Satz, der die konkret erlebte Situation beschreibt. Es geht also nicht nur um ein Bild, sondern zugleich um die Beobachtung der gemeinsam verbrachten Zeit in der Remise der Galerie.

Mit jeder Porträtsitzung wächst die Ausstellung und die Besucherinnen und Besucher können an dieser Realisierung teilhaben. Solange die Galerie Corona-bedingt geschlossen bleiben muss, arbeitet der Künstler jeden Tag in der Ausstellung. Die Begegnungen verlegt er in den digitalen Raum. Telefonisch können Termine vereinbart werden, um online Porträt zu sitzen. Im Laufe der Ausstellung entsteht ein Künstlerbuch.

Ausstellung und Publikation werden finanziell vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, von der Oldenburgischen Landschaft, der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland und der Volksbank Delmenhorst Schierbrok unterstützt.

Kolja Burmester, 2021. Foto: Franziska von den Driesch
Kolja Burmester, 2021. Foto: Franziska von den Driesch

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