ausstellungen

Meeting in Language
Lernen und Lehren von Sprachen in der Kunst

10. Oktober 2020 bis 10. Januar 2021

-> Veranstaltungen zur Ausstellung

-> Flyer zur Ausstellung

-> Einladung zur Ausstellung

Herzliche Einladung zum Eröffnungstag
Freitag, 9. Oktober 2020, ab 15 Uhr
Mit Blick auf die nicht absehbare Entwicklung der Covid-19 Pandemie gibt es am Eröffnungstag von 15 bis 22 Uhr Kurzeinführungen im Hof von Haus Coburg zu jeder vollen Stunde. Um 20 Uhr findet eine Lecture Performance mit Tine Melzer und David Zürcher statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird für die Einführungen und die Performance um telefonische Anmeldung gebeten.

Migration ist ein Phänomen, das Gesellschaften von je her prägt. Geht es dabei um Fragen von Integration und Identität, spielt Sprache – die Muttersprache im Gepäck und der Fremdsprachenerwerb als Projekt nahezu jedes Reisenden – eine Schlüsselrolle. Obzwar die Theoriefigur des Künstlernomaden einige Patina angesetzt hat, verfolgt die Ausstellung die These, dass die Gegenwartskunst nicht nur in einem mit Trigger-Vokabeln vollgepumpten International Art English aufgeht. Sie hat auch visuell Beredtes zum Thema Sprache beizutragen. Mehr oder minder freiwillig reisende Künstler und Künstlerinnen sind interessante Partner, um fremden Sprachen und Fragen der Sprachvermittlung auf den Grund zu gehen.

Gezeigt werden Arbeiten auf Papier, Installationen, Objekte und Video, sämtlich Werke, die sich bildkünstlerisch mit Alphabet und Wortschatz, mit dem Entstehen und dem Untergang von Sprachen und dem kniffeligen Feld der Übersetzung befassen. Ewig aktuell ist zu fragen: Wie kommunizieren wir in einer globalen Welt? Wer lehrt wem was wie und warum? Wer hat Macht? Allerhand Methoden und Strategien stehen zur Debatte. In der Ausstellung gibt es Sprache als Notat, als Bild, als Klang und Geste – dabei auch die Frage nach dem kommunikativen Miteinander von Menschen, Pflanzen und Tieren.

„Meeting in Language“ zeigt eine Reihe von kritischen Ansätzen, zugleich geht es um die Freude am Queren und Spielerischen, am Rätselhaften und an der Erfindung. Mit mancher Arbeit preist sie den Fehler und den Lapsus an, auch den Humor, für dessen forcierten Einsatz im Sprachunterricht die Ausstellung ein Plädoyer ist.

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler:

Sonja Alhäuser, Tauba Auerbach, John Baldessari, Alighiero Boetti, Willem Boshoff, Franz Burkhardt, Rainer Ganahl, Gelitin, Rolf Giegold, Katie Holten, Fumiko Kikuchi, Rivane Neuenschwander & Sérgio Neuenschwander, Via Lewandowsky, Katrin von Maltzahn, Tine Melzer, Wolfgang Müller, Esra Oezen, Paulina Ołowska, Nico Pachali, Dan Perjovschi, Rima Radhakrishnan, Karin Sander, Ul Seo, Slavs and Tatars, Tommy Støckel, Timm Ulrichs, Zhé Wang, Peter Zizka, David Zürcher

Im Verlauf der Ausstellung erscheint eine Publikation.

Meeting in Language“, den Titel der Ausstellung hat uns Tine Melzer entliehen. Sie ist u. a. mit ihrem eindrucksvollen Werk „The Complete Dictionary“ in der Ausstellung vertreten.

Sonja Alhäuser, strappare, 2019
Bleistift, Buntstift, Aquarell auf Papier,
10,5 x 7,4 cm, © Sonja Alhäuser
 
Tine Melzer, The Complete Dictionary, 2003 eine Enzyklopädie aller möglichen Wörter mit bis zu sechs Buchstaben, 26 Bände

Wir danken für die großzügige Unterstützung:

Vorschau

Giacomo Santiago Rogado. No Way Out

23. Januar bis 28. März 2021

Der Schweizer Maler Giacomo Santiago Rogado (*1979, Luzern) wird für seine erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland mit zahlreichen Gemälden, Zeichnungen, Objekten und einer begehbaren Installation antreten. Die Ausstellung zeigt in Villa und Remise aktuelle Werke. Dem Künstler geht es um die konsequente Frage nach dem, was im Wesen der Malerei angelegt ist. Dabei geht es ihm auch um einen in gewisser Weise trotzigen Ansatz, der auf eine Regeneration und Verfeinerung visueller Kultur zielt.

Giacomo Rogado, Coalescence (Precious Gold), 2019 Öl, Acryl auf Leinwand 40 x 30 cm

Archiv