Ausstellungen

















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Pia Pollmanns, Die Wege der Elisa Kosch, Luboradz 04, 2015, Digital, Pigment Print



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Pia Pollmanns, Die Wege der Elisa Kosch, Luboradz 03, 2015, Digital, Pigment Print



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Pia Pollmanns, Die Wege der Elisa Kosch, Szczepanów 10, 2015, Digital, Pigment Print






Pia Pollmanns
Die Wege der Elisa Kosch

22. November 2019 bis 15. März 2020

Eröffnung: Donnerstag, 21. November 2019, 19:00 Uhr
Pressetermin: Dienstag, 19. November, 11:30 Uhr

-> Flyer zur Ausstellung zum Download/Ansehen (PDF, 582 KB).

-> Veranstaltungen zur Ausstellung


Die Bremer Künstlerin Pia Pollmanns (* 1980 in Wülfrath) zeigt in der Remise der Städtischen Galerie Delmenhorst rund 40 fotografische Arbeiten ihres Projektes „Die Wege der Elisa Kosch“. Die Großmutter der Künstlerin, Elisabeth Koschnicke, lieferte mit ihren autobiografischen Aufzeichnungen – mit einem Manuskript über ihre Vertreibung und Flucht aus Schlesien – den entscheidenden Anstoß für diese Serie. In den Jahren 2013 bis 2016 tritt Pia Pollmanns sechs Reisen nach Polen an; jeder dieser Reisen folgten inhaltliche und ästhetische Revisionen, die in idealer Weise dazu geeignet waren, ein klares fotografisches Konzept zu entwickeln. Eine kompromisslos im fotografischen Stil des Dokumentarischen gehaltene Werkgruppe entsteht. Bilder, mit denen die Fotografin auf einem schmalen Grat zwischen Dokumentation und Abstraktion wandelt. Wer „Die Weg der Elisa Kosch“ in der Delmenhorster Schau entlangspaziert, spürt eine über Generationen weitergetragene Unruhe, die in den balancierten, sich oft der Symmetrie annähernden Kompositionen zur Ruhe zu kommen scheint; in einer Leere, die erfüllt ist von dem tiefen Schweigen, das Jean Baudrillard als das eigentliche Vermögen des fotografischen Bildes beschrieb. Weit entfernt vom beredten Ausgangspunkt der großmütterlichen Aufzeichnungen sind die Fotografien von Pia Pollmanns still – und sie stillen ein Bedürfnis, das in vielen Menschen nagt. In diesem Sinne können sie auch eine Projektionsfläche für all diejenigen sein, die nach einer alten oder neuen Heimat suchen.

Die Ausstellung wird durch eine Audioversion des großmütterlichen Memoiren-Textes ergänzt, außerdem ist ein sorgfältig erarbeiteter Katalog im Snoeck-Verlag erschienen (dt./engl., mit Texten von Elisa Kosch, Alejandro Perdomo Daniels und Annett Reckert, 152 Seiten, mit 45 farbigen Abbildungen, Format 19 x 24,5 cm, Hardcover, Preis 39,80 €)



 



Wir danken für die großzügige Unterstützung:




 





















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Adrian Mudder, Pictures from my Pocket, 2018, Smartphone-Zeichnung, © Adrian Mudder



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Adrian Mudder, bonjour total, 2018, Acryl, Öl und Lack auf Leinwand,
© Adrian Mudder








Adrian Mudder
Pictures from my Pocket

18. Januar bis 15. März 2020

Eröffnung: Freitag, 17. Januar 2020, 20:00 Uhr
Pressetermin: Donnerstag, 16. Januar 2020, 11:30 Uhr

-> Flyer zur Ausstellung zum Download/Ansehen (PDF, 156 KB).

-> Programm zur Ausstellung zum Download/Ansehen (PDF, 147 KB).

-> Veranstaltungen zur Ausstellung


„Pictures from my Pocket“ ist die erste museale Einzelausstellung des 1986 in Delmenhorst geborenen Nachwuchstalentes Adrian Mudder (*1986, Delmenhorst). Viele der von ihm präsentierten Arbeiten kommen frisch und unmittelbar aus seinem Leipziger Atelier. In atmosphärisch dichten Räumen sind eine Vielzahl seiner Smartphone-Skizzen, Arbeiten auf Papier und Gemälde zu sehen, außerdem großzügige Wandmalerei und eine lichtbasierte Installation im Wintergarten der Villa. Als dialogische Intervention sind zudem zwei aus Privatsammlungen entliehene Gemälde des großen Bremer Inspirators Norbert Schwontkowski (1949-2013) mit im Bunde.

In einer medial zunehmend beschleunigten Welt setzt Adrian Mudder auf die unverbrauchten Möglichkeiten der Malerei. Dabei ist er ein wachsamer Beobachter seiner Umwelt, ein Künstler der stetig skizziert, zeichnend protokolliert, malerisch fabuliert, sowohl auf seinen Reisen, in der Natur wie auch im urbanen Raum. Die Lichtregie unserer Städte, die Illumination von Straßen und Läden, das Leuchten aus dem Privaten heraus wie die Lichtinszenierungen aller erdenklichen Etablissements werden ihm zum malerischen Thema.

Als Nachtschwärmer nutzt Adrian Mudder in jüngster Zeit enthusiastisch die schier unendlichen Möglichkeiten der digitalen Zeichnung und Malerei mit dem Smartphone. Werden Laptop und Handy längst kritisch als „mobiles Arbeitslager“ (Byung-Chul Han) bezeichnet, entdeckt Adrian Mudder in ihnen einen Jungbrunnen für sein Analogmedium Malerei. Im Stile permanenter Fingerübungen erwischt der Künstler Tag für Tag farbstarke Zeichnungen auf seinem Mobiltelefon. Ein Training für sein „Kurzstreckenkonzentrationsgehirn“, wie er beschreibt. Adrian Mudder fasziniert sich am forcierten Tempo dieser Bildproduktion, die mit minimalem Aufwand ein Schaffen im Hier und Jetzt ermöglicht. Zeichnend und malend taucht er so in die Fülle, in die Absurdität wie auch die Komik des Alltagslebens ein. Genauso hat er sensible Sensorien für alle erdenklichen Facetten von Depression, Tristesse und Einsamkeit in einer Welt, die sich mehr und mehr im aufleuchtenden Widerschein der Endgeräte zeigt – und immer weniger weiß, was die Schwärze der Nacht, was absolute Stille und tiefer Schlaf sein können.

Im Verlauf der Ausstellung wird eine reich bebilderte Publikation (dt./ engl.) erscheinen.

Ausstellung und Publikation werden großzügig vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, von der Oldenburgischen Landschaft, vom Freundeskreis Haus Coburg e. V. und der OLB Stiftung unterstützt.





 



Wir danken für die großzügige Unterstützung:






 
























Vorschau

FLY. Arne Rautenberg zeigt Werke der Sammlung

28. März bis 21. Juni 2020

Eröffnung: Freitag, 27. März 2020

Der renommierte Schriftsteller und bildende Künstler Arne Rautenberg (* 1967, Kiel) ist eingeladen als Dichter-Kurator, zeitgenössische Werke aus der Sammlung der Städtischen Galerie Delmenhorst zu wählen, um mit eigenen Gedichten, visueller Poesie und textbasierter Installation experimentell auf die ausgewählten Stücke zu reagieren.

Begleitend zur Ausstellung wird eine Publikation erscheinen.

 



 

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